Reisecenter-Beth GmbH & Co KG

11.09.-18.09.2010 Rumänien, Von Siebenbürgen zu den Moldauklöstern

ab EUR 995.00

Beth Gruppenreise 2010

1. Tag: Anreise nach Rumänien
Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt über München nach Sibiu(Hermannstadt). Nach der Begrüßung durch Ihre Reiseleitung am Flughafen werden Sie in Ihr Hotel gebracht.Abendessen im Restaurant „Casa Medievala“ mit Weinkostprobe.

2. Tag: Sibiu
Heute entdecken Sie Sibiu. Eine ausführliche Besichtigung des schön restaurierten, mittelalterlichen Stadtzentrums in der Europäischen Kulturhauptstadt 2007 führt Sie u.a. zum Großen und Kleinen Ring, über die Lügenbrücke und zur dreischiffigen evangelischen Kirche. Abendessen bei den Gebirgsbauern in Sibiel mit Besichtigung des Glasikonenmuseums. (F, A)

3. Tag: Sibiu–Bazna–Medias–Biertan–Sighisoara
In dem Dorf Bazna fahren Sie mit dem Pferdewagen nach Boian. Die imposante Kirchenburg bildet mit ihren gedeckten Wehrgängen einen urigen Anblick.Weiter geht es in die Großgemeinde Mosna (Meschen), wo sich neben der sächsischen Kirche auch ein rumänisches Gotteshaus befindet. Zum Mittagessen kehren Sie im ehemaligen Pfarrhaus ein. In Sighisoara (Schäßburg), eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas sehen Sie den Stundturm aus dem 14. Jh., das Geburtshaus Draculas und die Schülertreppe, über die Sie die Bergkirche erreichen. (F, M, A)

4. Tag: Sighisoara - Targu Mures - Radauti
Auf dem Weg zu den Moldauklöstern ist in Targu Mures (Neumarkt) unter anderem die Orthodoxe Kirche einen Stopp wert. Über Bistrita erreichen Sie Radauti. (F, A)

5. Tag: Die Moldauklöster
In der Nähe von Radauti sind die Keramik-Manufakturen von Marginea, wo Sie die Herstellung der schwarzen Keramik verfolgen können. Die Klöster der Bukowina sind im 15. und 16. Jh. mit farbigen Außenfresken versehen worden. Nach der Besichtigung des Klosters Sucevita,dessen Fresken „Bibel der Armen“ genannt werden fahren Sie über den Obcina-Berg zum Kloster Moldovita, wo Sie Schwester Tatjana in die Welt
des rumänisch-orthodoxen Glaubens einführt. Nachmittags besuchen Sie das Kloster Voronet,das als »Sixtinische Kapelle des Ostens« bezeichnet wird. (F, A)

6. Tag: Radauti - Brasov
Im Kloster Agapia, welches zusammen mit der Nachbarabtei Varatec mit über 1.000 Nonnen zu den zahlenmäßig größten orthodoxen Nonnenklöstern Europas gehört, können Sie das rege Klosterleben beobachten. Werfen Sie doch einen Blick in die Nonnenwerkstätten. Anschliessend fahren Sie in den östlichen Teil Siebenbürgens, wo Sie die Kirchenburg Prejmer (Tartlau)besuchen, die jahrhundertelang die Stadt Brasov vor türkischen Raubzügen geschützt hat.(F, A)

7. Tag: Brasov – Sinaia – Bran (Schloss
Dracula) - Brasov
Auf der ausführlichen Stadtbesichtigung der Kronstädter Altstadt sehen Sie den Rathausplatz,sowie die Schwarze Kirche, den größten gotischen Sakralbau Osteuropas. Hier sind wertvolle türkische Teppiche ausgestellt, die während der Jahrhunderte von Kronstädter Händlern der Kirche geschenkt wurden. Anschliessend fahren Sie zurück in die Südkarpaten. Hier besuchen Sie die prächtige Stadt Sinaia („die Perle der Karpaten“), wo im 19. Jh. der rumänische König Karl I von Hohenzollern das Schloss Peles eine Sommerresidenz bauen liess. Nachdem Sie das Schloss Peles gesehen haben spazieren Sie zum Kloster Sinaia,
das von Mönchen der Sinaihalbinsel gebaut wurde und später dem Ort seinen Namen gab. Schon von weitem grüßen die Zinnen der mittelalterlichen Burg Bran (Törzburg).
Hier hat nicht Bram Stokers fiktiver Dracula gelebt, sondern der wirklich und einzig echte Dracula: Vlad Tepes.
Etwas gespenstisch wirkt die geheime Treppe, über die man noch heute „flüchten“ kann. Während eines gemütlichen Abendessens in dem Restaurant „Altstadt“ in Brasov können Sie die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren lassen. (F, A)

8. Tag: Brasov - Bukarest und Heimreise
Heute fahren Sie durch das Prahova Tal zurück nach Bukarest und lernen auf einer Stadtrundfahrt die Hauptstadt kennen. Sie besichtigen u.a.die Patriarchenkirche (in unmittelbarer Nähe befindet sich der Sitz des rumänischortodoxen Patriarchen)und halten am Revolutionsplatz (Kernpunkt der rumänischen Dezember-revolution von 1989), sowie am Parlamentspalast(Zweitgrösstes Gebäude der Welt nach dem Pentagon). Bukarest beeindruckt sowohl durch seine schönen, alten Fassaden, die Ende des 19. Jh. gebaut wurden(die Stadt wurde damals als Kleinparis des Ostens bezeichnet), als auch durch die mächtigen Bauten des kommunistischen Staatsapparats,mit denen man früher dem Westen imponieren wollte. Am Flughafen verabschieden Sie sich von Ihrem Reiseleiter und fliegen voller neuer Eindrücke zurück nach Frankfurt. (F)

Flugplan-,Hotel- und Programm-änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.


Allgemeines

Sprache
Rumänisch

Fläche
238.391 km²

Größte Erhebung
Fagaras Gebirge ca.2500m

Einwohnerzahl
21.498.616

Bevölkerungsdichte
93,7 Einwohner/km²

Währung
1 Leu(RON)= 100 Bani
1 Euro = 4,1081 RON

Zeitzone
MEZ+1

Telefon-Vorwahl
+40

Klima
Rumänien gehört zur gemäßigten Klimazone im Bereich der Westwindzone. Durch die natürliche Barriere der Karpaten unterscheiden sich die einzelnen Landesteile allerdings klimatisch voneinander. Siebenbürgen (westlich der Karpaten) ist noch vom maritimen Klima der atlantischen Winde geprägt. Die Karpaten verhindern jedoch, dass diese Luftmassen den Osten und Süden des Landes erreichen. In Moldau (östlich der Karpaten) herrscht ein kontinentales Klima vor. Diese Region ist kalten Luftströmen aus der Ukraine ausgesetzt. In der Walachei (südlich der Karpaten) existieren mediterrane Einflüsse; in noch stärkerem Ausmaß trifft dies auf die Dobrudscha zu.

Die jährlichen Durchschnittstemperaturen variieren innerhalb Rumäniens zwischen 11 °C im Süden und 8 °C im Norden. Kältester Monat ist gewöhnlich der Januar, wärmster Monat der Juli. Im Winter betragen die durchschnittlichen Temperaturen 0 °C an der Schwarzmeerküste und −15 °C im Hochgebirge. Im Sommer steigen die durchschnittlichen Temperaturen in den tieferen Regionen des Landes auf mehr als 25 °C. Die tiefste jemals gemessene Temperatur wurde mit −38,5 °C am 25. Januar 1942 in Bod festgestellt, die höchste mit 44,5 °C am 10. August 1951 bei Brăila.

Die Niederschläge sind tendenziell am stärksten im Nordwesten Rumäniens und am schwächsten im Südosten. Die höchsten jährlichen Niederschlagsraten treten mit 1.000 mm im Hochgebirge auf, die geringsten mit 300–400 mm an der Schwarzmeerküste. Diese kommt auf 2.286 Sonnenstunden im Jahr, gegenüber nur 1.500 in den Gebirgsregionen Rumäniens.

Geographie
Rumänien hat eine Fläche von 238.391 km². Es liegt in der Übergangszone zwischen Mittel-, Süd- und Osteuropa. Im Süden grenzt Rumänien an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Norden an die Ukraine, im Osten an Moldawien und ein weiteres Mal an die Ukraine, und schließlich an das Schwarze Meer. Die Staatsgrenzen sind insgesamt 3.150 km lang, wovon 1.817 km auf Flüsse entfallen, 247 km auf Seegrenzen Rumäniens Landschaft wird etwa zu je einem Drittel von Gebirge, Hochland und Ebene eingenommen.

Der prägende Gebirgszug des Landes sind die Karpaten, welche die drei historischen Regionen Moldau, Walachei und Siebenbürgen (Transsilvanien) voneinander trennen. Das geografische Zentrum Rumäniens ist das Siebenbürgische Hochland, das im Westen vom Apuseni-Gebirge und ansonsten vom Karpatenbogen umschlossen wird. Die Ostkarpaten bilden die Grenze zum Moldauer Hochland, das im Nordosten Rumäniens liegt. Die Südkarpaten wiederum trennen Siebenbürgen von der Walachischen Tiefebene. Diese Region lässt sich in die östliche Kleine Walachei (Oltenien) und die westliche Große Walachei (Muntenien) unterteilen. Die Walachei wird nach Westen durch das Banater Gebirge abgegrenzt. Dieses bildet zusammen mit Apuseni-Gebirge und Poiana–Ruscă–Gebirge die sogenannten Rumänischen Westkarpaten. Diese grenzen die zentralen Regionen Rumäniens zur Pannonische Tiefebene ab. Hier befinden sich die historischen Regionen Banat (Südwesten), Kreischgebiet (Westen) und Maramureş (Nordwesten). Im Norden Rumäniens liegt die Bukowina. Im Osten des Landes grenzt die Dobrudscha ans Schwarze Meer.

Das Făgăraş-Gebirge ist mit fünf Bergen über 2.500 m (darunter auch der Moldoveanu) die am höchsten gelegene Region Rumäniens.Fast die gesamte südliche Hälfte der Karpaten befindet sich auf rumänischem Staatsgebiet. Das Gebirge bildete sich während der Alpidischen Orogenese im Trias und gehört zu einem Gebirgssystem, das sich von den Alpen bis zum Himalaya erstreckt.Zehn Gipfel der Karpaten erreichen Höhen von über 2.500 m. Höchster Punkt der Südkarpaten und ganz Rumäniens ist der Moldoveanu mit 2.544 m. Die Ostkarpaten erreichen am Pietros 2.303 m, die Rumänischen Westkarpaten am Biharia-Gipfel 1.848 m. Die Südkarpaten sind am massivsten, während Ost- und Westkarpaten von Senken und Pässen durchzogen sind. Teile der Ostkarpaten sind vulkanisch, der Rest der rumänischen Karpaten besteht aus Schiefer und Kalkstein.

Das Siebenbürgische Hochland ist zwischen 300–700 m, das Moldauische 300–500 m hoch. Das kleine Dobrudscha-Hochland erreicht an seinem höchsten Punkt 467 m. Die Pannonische und Walachische Tiefebene bleiben unterhalb der Grenze von 200 m.

Religion
Rumänien hat als säkulares Land keine Staatsreligion. Allerdings bekennt sich mit 86,7 Prozent der überwiegende Teil der Bevölkerung zur Rumänisch-Orthodoxen Kirche.Diese ist eine autokephale Kirche innerhalb der osteuropäischen Orthodoxie. Die ethnische und sprachliche Teilung Rumäniens setzt sich in der Kirchenzugehörigkeit fort, da die Ungarn vorzugsweise anderen Konfessionen angehören.

Protestanten machen insgesamt 6,6 Prozent der Bevölkerung aus. Etwa die Hälfte von ihnen sind Reformierte, während die übrigen den Gemeinden der Pentekostalen, Baptisten, Adventisten, Unitarier, Lutheraner und Evangelikalen angehören. Die protestantischen Kirchen sind zur Hälfte unter den Ungarn und Deutschen in Siebenbürgen vertreten, während die evangelikalen Kirchen vor allem unter den Rumänen verbreitet sind. Insgesamt 5,6 Prozent der Rumänen bekennen sich zur katholischen Kirche, wovon allerdings etwa ein Sechstel der mit Rom unierten Rumänischen Griechisch-Katholischen Kirche aus Siebenbürgen angehört. Die Mehrheit der römischen Katholiken wird von den ethnischen Ungarn gestellt. In der Moldau leben mit den Tschangos einige Katholiken ungarischer Sprache. Überwiegend katholisch sind auch die Donauschwaben.

Muslime in Rumänien machen 0,3 Prozent der Bevölkerung aus, wobei es sich vor allem um Türken und Tataren in der Dobrudscha handelt. Von den vor 1945 ursprünglich zahlreichen Juden ist nur eine kleine Minderheit übrig geblieben. Die Anzahl der rumänischen Konfessionslosen liegt trotz der langen kommunistischen Herrschaft nur bei 0,2 Prozent. Circa 0,2% der Bevölkerung sind Zeugen Jehovas.